WiMAX vs. WLAN
In den letzten Monaten hat die WLAN-Technologie massenhaft Einzug in die privaten Haushalte gehalten. Mit Plug&Play-Funktionalitäten ist die Konfiguration der verschiedenen WLAN-Router auch von Netzwerk-Laien zu bewältigen. Inzwischen gibt es Initiativen (Freifunk, lokale Funknetze), die durch die Freigabe ihrer privaten WLAN-Router dem Ziel des Überall-Internet näher kommen wollen; einem Ziel, dem sich gerade auch die DBD Deutsche Breitband Dienste GmbH mit ihrer WiMAX-Funktechnik verschrieben hat.
Macht WLAN WiMAX damit überflüssig?
Das Gegenteil ist der Fall: WiMAX wird durch WLAN-Geräte optimal ergänzt.
Technisch gesehen handelt es sich bei beiden um eine Funktechnik aus der Familie des 802-Standards; bei WLAN nach dem Standard IEEE 802.11, bei WiMAX nach dem Standard IEEE 802.16. Damit hören die Gemeinsamkeiten allerdings fast schon auf: Herkömmliche WLAN-Geräte sind für Reichweiten zwischen 30 m und 100 m konzipiert; WiMAX-Datenübertragungen können im ländlichen Raum 30 km und mehr überbrücken.
In der Praxis sind die unterschiedlichen Verfahren in der Netzkoordination noch wichtiger. In WLAN-Netzwerken steckt die „Intelligenz“ in den Endgeräten, den Clients; bei WiMAX in der Basisstation. Während in WLAN-Netzen einzelne Clients den Betrieb des Gesamtnetzes erheblich stören oder sogar zum Erliegen bringen können, teilt die WiMAX-Basisstation den Clients im Zeitscheibenverfahren eine garantierte Übertragungsgeschwindigkeit (Bandbreite) zu. Erst so ist es möglich, zum Beispiel störungsfrei über das WiMAX-Funknetz zu telefonieren; sowie viele Clients gleichzeitig zu bedienen, ohne dass das gesamte Funknetz zusammenbricht.
Bei der Verteilung der Daten innerhalb des Hauses kommt dann wieder der durch Massenfertigung preisgünstigere WLAN-Router ins Spiel − zumindest, so lange die WiMAX-Chips nicht serienmäßig in jedes Notebook, jedes Handy und jeden PDA eingebaut sind. Dies wird für das Jahr 2008 erwartet; dem Jahr, in dem der Siegeszug von WiMAX beginnen soll.
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Ein Außenempfangsgerät wird, sofern notwendig, unauffällig an der Fassade oder am Giebel angebracht.
